Das hier schon mal gesehen?
oder
Warum man Dr. Paul Krüger nicht wählen sollte...
Wirklich?
Paul Krüger hat sich unbeliebt gemacht, zumindestens bei mir.
Auf die Schnelle ein paar Denkanstöße:
- Als Volkskammermitglied und MdB hat Krüger Mitverantwortung für die Deindustrialisierung
der ehemaligen DDR und damit für die bis gegenwärtig reichende extreme Arbeitslosigkeit
- Als Bundesforschungsminister war er nicht unbeteiligt an der Abwicklung der ostdeutschen
Akademie der Wissenschaften
- 1995 sorgte Katholik Krüger mit seiner Zustimmung zu Auslandseinsätzen der Bundeswehr für
die Teilnahme der BRD am volkerrechtswidrigen Krieg gegen Jugoslawien
- Entgegen seinen auf Wahlplakaten gepriesenen Fähigkeiten hat er bisher
nichts für Neubrandenburg bewirkt
(Wer bezahlt eigentlich die vielen Plakate und Annoncen, und mit welchem Geld?)
- Auch ein Paul Krüger hatte immer die Pfoten oben, wenn es im Bundestag um Diätenerhöhung ging
- Krüger plädiert für mehr Aufträge für die Fahrzeugwerke Neubrandenburg
durch die Bundeswehr. Ein Militarist als OB, statt weiter auf Konversion des ehemaligen
RWN zu drängen!
- Krüger als CDU-Mann hat sich nicht hervorgetan im Kampf gegen den Schmiergeldsumpf.
Soll das in Neubrandenburg normale politische Kultur werden?
- Leere Sprechblasen und Worthülsen statt klares Programm
Bürger, denkt daran, wer sich die Suppe einbrockt, muß sie auch auslöffeln!
Nachtrag nach der Wahl
Leider wollen die Bürger doch solch Suppe löffeln...
Die Absetzung des Stadtwerkechefs Zenke am 2. Amtstag des OB ist vielleicht schon der Anfang neuer Seilschaften, eine umfassende Aufklärung des Vorganges steht bislang aus.
Lassen wir uns eines Besseren belehren und begleiten wir den OB Dr. Paul Krüger kritisch durch seine Amtszeit.
22.03.2002
Neubrandenburg (EB/A. Biermann/S. Menzel). Der Widerspruch von Oberbürgermeister Paul Krüger (CDU) gegen den Beschluss der Stadtvertretung, dass er die für Sonnabend geplante Demonstration der Rechten verbieten solle, wird ein Nachspiel haben.
Wie die PDS-Ratsfrau Irina Parlow gestern ankündigte, bereite ihre Partei eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen den OB vor. Die Gründe für Krügers Widerspruch seien aus ihrer Sicht nicht stichhaltig.
Krüger hatte mit Verweis auf das Grundgesetz argumentiert, dass er verpflichtet sei, jede friedliche, den Anforderungen des Grundgesetzes genügende und nicht gegen versammlungsrechtliche Vorschriften verstoßende Versammlung zu ermöglichen. Ihm seien keine rechtlichen Möglichkeiten gegeben, die geplante Demo zu verbieten (NZ berichtete).
Meine Meinung: Was für ein toller Demokrat!!!
Dr. Paul Krüger regiert mittlerweile in einer "national befreiten Zone",
wie sie von der Kameradschaft Usedom mittlerweile auf den Treppen seines Rathauses ausgerufen wurde.
Neubrandenburg ist stolz auf seinen OB!
Aus aktuellem Anlass ein Zitat aus dem "Nordkurier" vom April 2004
Wieder einmal kein Signal - Zum Thema: Neonazi-Auflauf in Neubrandenburg
....
Fragen indes bleiben. Reicht es, einfach zu sagen, weil Gerichte
sowieso nichts verbieten würden, bräuchte man gar nicht erst vor
Gericht zu ziehen? Reicht es, sich mit Entscheidungen aus erster
Instanz bezüglich erteilter Auflagen zufrieden zu geben? Nein!
Es gibt deutschlandweit Präzedenzfälle, wo Stadtväter mit
richterlichem Segen sich braunen Schrott und linksextremistischen
Saufgelagen auf offener Straße entgegensetzten. Aber das waren
auch Städte, wo man den Mut hatte, sich quer durch alle Parteien,
Kirchen, Organisationen und Verbände den Rechtsextremisten
entgegenzustellen. Manchmal bewirkte schon Wunder - wie etwa in
Greifswald -, wenn sich der Oberbürgermeister, übrigens auch ein
CDU-Mann, in die erste Reihe der Demokraten stellt.
In Neubrandenburg Fehlanzeige. Zwar ließ sich der Verwaltungschef
der Stadt, im Gegensatz zu den zwei vorangegangenen braunen
Demonstrationen, kurz vor Schluss des beschämenden Auflaufes
überhaupt mal sehen,
ein Signal ging nicht von ihm aus - wieder einmal nicht.