Neubrandenburg in Mecklenburg-Vorpommern, landschaftlich reizend gelegen am Ufer des Tollensesees,
ist immer eine Reise wert. Besonders starker Andrang herrschte am 3. April des Jahres 2004.
Viele Touristen aus Nah und Fern liessen es sich nicht nehmen, an diesem Tag bei schönem Wetter den Frühling
in dieser Stadt zu begrüßen.
Bei einem Hubschrauberrundflug über die Stadt hat man natürlich den besten Ausblick.
Leider kann sich den nicht jeder leisten. Nur wer genug Steuern abbekommt, kann den Ausblick geniessen.
Zahlreiche, in passendes Grün gekleidete Touristen bevorzugten die Deutsche Bahn.
Andere wiederum kamen mit dem Auto. Einige haben sogar extra das grüne Auto genommen, weil Mutter Natur die
wenigen noch verbliebenen Bäume und Büsche in den mittelalterlichen Wallanlagen der Stadt
noch nicht ausreichend mit dieser Farbe bedacht hat.
Wegen der zahlreichen Touristen war für die Bürger der Stadt stundenlang kein Durchkommen.
Am Mudder-Schulten-Brunnen und an der Stadtmauer herrschte reger Andrang.
Zahlreiche Verehrer des Mecklenburger Dichters Fritz Reuter versammelten sich ihm zu Ehren zu dessen Füßen.
Andere Touristen versammelten sich dagegen am Rathaus und versprachen den zahlreichen schaulustigen Bürgern,
in Zukunft das Deutsche Brauchtum wieder mehr zu pflegen.
Dabei schimpften sie auch wie die Rohrspatzen auf die Politiker.
Doch die versammelten Bürger dieser Stadt vermochten sie nicht so recht zu überzeugen, ebenso legten sich zahlreiche martialisch aussehende Touristen mit den Bürgern der Stadt an und verwehrten ihnen den Besuch des Rathauses.
Dort wartete schon unser geliebter Oberbürgermeister Dr. Paul Krüger auf sein Wahlvolk.
Scheinbar erfreute er sich am touristischen Aufschwung seiner Stadt und nahm sogar die Parade ab.
Einige Touristen nutzten das herrliche Wetter für einen Spaziergang auf dem Wall.
Auch einige Einheimische schlossen sich ihnen in Richtung Pferdemarkt an.
Nanu - ein Banküberfall? Am hellerlichten Tag?
Auch die Wirtschaft profitierte vom Touristenrummel. Schließlich soll die Stadt schön sauber bleiben und nicht voller Zecken sein.
Die alte Villa am Pferdemarkt erfreute sich regen Andranges.
Auch am Friedländer Tor wurden Touristen gesichtet. Zum Schutz gegen den stundenlangen Hubschrauberlärm haben sich einige Besucher extra Helme mitgebracht.
Wahrscheinlich vom Stadtmuseum angeheuerte Söldnertruppen bewiesen die Wehrhaftigkeit der Stadt und ließen selbst die Anwohner nur ungern durch.
Auch der Zingel am Friedländer Tor trug schon früher zur Verteidigung der Bürger dieser Stadt bei.
Eine weitere Touristenattraktion nur an diesem Tag war die Absperrung am Fangelturm. Doch einige Touristen parkten aber leider ihr Fahrzeug so, dass es beim Fotografieren stark störte.
Wer hinter dieser Webseite Sarkasmus und Unzufriedenheit eines Bürgers dieser Stadt vermutet, liegt goldrichtig!
Aber auch betrunken herumliegende Touristen erfreuen nicht jeden ...