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Im Haus des Künstlers |
Der 1930 Geborene betätigt sich seit seinem Lehrabschluß 1947 als Maschinenschlosser neben seiner eigentlichen Arbeit erst handwerklich, später zunehmend künstlerisch. Nach Schmiede- und Treibarbeiten entstehen ab 1965 erste Holzplastiken.
| "Sitzender Narr" 1992 |
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Ziomek wird im Fernstudium Maschinenbauingenieur und ist mit Leib und Seele Lehrausbilder. Wegen seiner klaren Stellungnahme zu den Ereignisse des Prager Frühlings 1968 wird er aus pädagogischen Funktionen entlassen und arbeitet fortan als Konstrukteur.
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"Das Gesetz" (Moses) 1995 |
Mit der Plastik "Die Nischengesellschaft" stellt er auch seine eigene Suche nach einer Nische, in der er sich entfalten kann, wenn auch unter ständiger Beobachtung, dar.
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"Die Nischengesellschaft" |
Fortan versucht er, durch verstärkte bildnerische Tätigkeit den beruflichen Verlust zu kompensieren. Wichtige Werke widerspiegeln persönliche Krisen und Beziehungsprobleme.
| "Abschied" 1973 |
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Dem aufmerksamen Betrachter fällt eine Nähe von Ziomeks Werken zu Ernst Barlach auf. Tatsächlich ist sein Schaffen in thematischer und stilistischer Hinsicht in einer Traditionslinie zu sehen.
| Fries 1 | ![]() |
| Fries 2 | ![]() |
Auch die Ereignisse des Herbstes 1989 finden ihren Niederschlag. Die Befreiung von stattlicher Bevormundung und Hoffnung auf eine demokratischere Gesellschaft lassen Ziomek kurz vor der Rente noch als Lehrer in die Berufsausbildung zurückkehren.
| "Sterbendes System" 1989 |
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Wer mit aufmerksamen Augen durch Wernigerode, die "bunte Stadt am Harz", geht, wird einige weitere Werke des Künstlers entdecken können. Die große Eule über einer Buchhandlung, Gedenktafeln, Skulpturen im Rathaus und in Kirchen künden vom Schaffen des Karl-Heinz Ziomek.